Grundsteuerfestsetzung


Informationen aus dem Steueramt


Festsetzung der Grundsteuer

Als Grundlage der Grundsteuerfestsetzung für ein Wohngrundstück dient entweder der vom Finanzamt festgesetzte Grundsteuermessbetrag
(§ 13 Grundsteuergesetz - GrStG) oder die Erstatzbemessungsgrundlage (§ 42 GrStG).

Wurde für ein Grundstück vom Finanzamt kein Einheitswert und somit kein Grundsteuermessbetrag festgestellt, wird die Grundsteuer auf
der Ersatzbemessungsgrundlage erhoben.
In den Fällen der Ersatzbemessung ist der Steuerschuldner verpflichtet, seine Steueranmeldung und Erklärung zur Überprüfung der vorhandenen Ersatzbemessung bei der Gemeinde einzureichen.

Gemäß § 44 Abs. 3 GrStG ist der Steuerschuldner verpflichtet, dem Steueramt mitzuteilen, wenn sich durch Um- bzw. Ausbaumaßnahmen
die für die Grundsteuer relevanten Verhältnisse geändert haben (z. B. Ausstattung mit Bad und WC, Modernisierung der Heizungsanlage
(Umrüstung von Ofenheizung auf Sammelheizung (z. B. Elektro-, Gas-, Ölheizung; Schwerkraft-, Forsterheizung u. a.), Erweiterung der Wohnfläche, Errichtung/Abbruch einer Garage, Anbau eines Wintergartens usw.). Der entsprechende Vordruck zur Erklärung kann beim Steueramt abgefordert und die Berechnungssätze können ebensfalls hier erfragt werden - Telefon: 03843/ 6933 30.

Werden Veränderungen der Gemeinde nicht mitgeteilt, das heißt der Steuerzahler kommt seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Abgabe einer neuen Steueranmeldung nicht nach, so kann die Gemeinde die Grundsteuer nach der Ersatzbemessungsgrundlage schätzen (§ 162 Abgabenordnung - AO) und rückwirkend festsetzen. Die Festsetzungsfrist für die Grundsteuer beträgt 4 Jahre (§ 169 AO).

Vorabinformation der Kämmerei des Amtes Güstrow-Land über die Festsetzung der Grundsteuer und Hundesteuer